CITRUS BONSAI

Citrus Bonsai: Der Duft von Zagara und goldenen Früchten

Die Welt der Citrus-Bonsai-Bäume (Gattung Citrus) ist groß und faszinierend. Diese Pflanzen werden wegen ihrer glänzenden, immergrünen Blätter, der berauschenden weißen Blüte (Orangenblüte) und natürlich wegen der farbenfrohen Früchte geliebt, die oft monatelang an der Pflanze bleiben und im Winter für gute Laune sorgen. Obwohl es viele Sorten gibt, sind die Anforderungen an den Anbau sehr ähnlich. In dieser Karte stellen wir die vier "Stars" der Zitrusbonsai vor: den Chinotto, den Kinzu, den Limequat und den Calamondino.

Die 4 Hauptarten im Bonsai

  • Citrus Myrtifolia (Chinotto): Klassisch italienisch (ligurischer Stil). Hat sehr kleine, dunkle, kachelförmige Blätter, sehr langsamer und kompakter Wuchs. Büschel orangefarbener Früchte.
  • Citrus Kinzu (Fortunella hindsii): Die 'Hong Kong Kumquat'. Sie ist die kleinste von allen: produziert kleine Früchte in der Größe von Erbsen (oder etwas mehr), essbar und sehr dekorativ. Hat oft Dornen.
  • Citrus Microcarpa (Calamondin oder Calamondin): Hybrid zwischen Mandarine und Kumquat. Sie ist sehr großzügig: Sie blüht und trägt fast ununterbrochen Früchte. Mittelgroße Blätter, Früchte, die kleinen Mandarinen ähneln.
  • Citrus Limequat: Hybride zwischen Limette und Kumquat. Hat ovale Früchte, die sich von grün zu zitronengelb verfärben. Sehr elegant mit einem frischen Duft.

Exposition und Mikroklima

Alle Zitrusfrüchte lieben volle Sonne.
Direktes Licht ist der "Treibstoff", der für die Blüte und die Reifung der Früchte benötigt wird. Ohne Sonne bildet die Pflanze nur große, grüne Blätter aus und die Zweige drehen sich.
Sie lieben frische Luft, verabscheuen aber eisige Winterwinde. Wenn sie im Sommer in sehr kleinen Töpfen gepflanzt werden (vor allem die Kinzu), muss man darauf achten, dass der Topf in der Sonne nicht zu heiß wird und die Wurzeln kocht. pots

Bewässerung

Zitrusfrüchte trinken viel, sind aber sehr anfällig für Wurzelfäule.
Gießen Sie reichlich, wenn der Boden an der Oberfläche leicht trocken ist. Im Sommer ist der Wasserverbrauch hoch.
Achtung: Niemals stehendes Wasser im Untersetzer stehen lassen. Wenn die Blätter gelb werden und massenhaft abfallen, ist oft zu viel Wasser schuld, das die Wurzeln erstickt.

Wasserqualität

Dies ist der Schwachpunkt. Zitrusfrüchte haben Angst vor Kalkablagerungen (Eisenchlorose).
Wenn Sie hartes Leitungswasser verwenden, werden die Blätter mit der Zeit gelb mit grünen Adern. Ideal ist es, Regenwasser oder dekantiertes Wasser zu verwenden und regelmäßig Eisenchelat zu verabreichen.

Substrat

Der Boden sollte durchlässig, aber reich an organischen Stoffen sein.

  • Empfohlene Mischung: 40 % Akadama (oder feiner Bimsstein), 40 % hochwertige Universal-Blumenerde und 20 % Lapillus.
  • Der organische Anteil ist höher als bei Kiefern oder Wacholder, da Zitrusbäume "gefräßige" Pflanzen sind.

Umtopfen

Das Umtopfen erfolgt im späten Frühjahr (Mai-Juni), wenn die Nachttemperaturen stabil über 15 °C liegen. Niemals einen Zitrusbaum im Winter umtopfen!
Alle 2-3 Jahre umtopfen. Achten Sie dabei auf die empfindlichen Wurzeln. Verwenden Sie immer neue, frische Blumenerde.

Düngung

Zitrusfrüchte sind Pflanzen, die viel "fressen".
Düngen Sie vom Frühjahr bis zum Herbst.
Es ist ratsam, spezielle Dünger für Zitrusfrüchte zu verwenden (sie enthalten oft gemahlene Lupinen, die den Boden leicht sauer machen) oder japanische organische Dünger, die regelmäßig mit chelatiertem Eisen angereichert werden, um Vergilbung zu vermeiden.

Blüte und Fruchtbildung

Die Blüten sind weiß und sehr duftend. Die Früchte folgen auf die Blüte.
Goldene Regel: Die Reifung der Früchte kostet viel Energie.
Bei Chinotto und Kinzu (kleine Früchte) kann man mehr stehen lassen. Bei Calamondino und Limequat (mittlere Früchte) muss man ausdünnen: nur 2-3 Früchte pro Zweig stehen lassen, sonst kann der Zweig vertrocknen oder die Pflanze blüht im nächsten Jahr nicht (Alternanz).

Strukturierter Rückschnitt

Große Schnitte werden am Ende des Winters vorgenommen, bevor das vegetative Wachstum wieder einsetzt.
Verwenden Sie immer Mastix: Zitrusholz ist hart, neigt aber zum Austrocknen, wenn es offen liegt. Entfernen Sie "Ableger" (kräftige vertikale Zweige, die von der Basis oder der Mitte ausgehen), da sie dem fruchttragenden Laub Energie entziehen.

Pflegeschnitt

Kürzen Sie das ganze Jahr über zu lange Zweige, um die Form zu erhalten.
Achtung: Viele Zitrusfrüchte blühen an den Zweigen des Jahres oder an der Spitze neuer Triebe. Wenn Sie ständig einen Kugelschnitt durchführen, werden Sie keine Blüten sehen.

Binden und Falten

Zitrusfruchtzweige sind steif und oft dornig (besonders die Kinzu).
Das Binden ist an jungen (grünen) Zweigen möglich, aber ein gerichteter Schnitt oder die Verwendung von Ruten wird oft bevorzugt. Achten Sie bei der Bearbeitung der Pflanze auf die Dornen.

Krankheiten und Schädlinge

Zitrusfrüchte ziehen viele unerwünschte Gäste an:

  • Schlangenmotte: Eine kleine Larve, die silbrige "Tunnel" in die Blätter gräbt und sie zerknittert. Sie befällt die Sommertriebe.
  • Cochenille: (Scudetto oder Kottonie). Produziert klebrigen Honigtau, der zu Fumaggine (schwarze Patina) führt.
  • Rote Spinnmilbe: Im Sommer.
  • Eisenchlorose: Gelbe Blätter aufgrund von Eisen-/Kalkmangel.

Winter & Schutz

Hängt von der Region ab.
Süden und Inseln: Sie leben das ganze Jahr über im Freien.
Norden und Mitte: Sie vertragen keinen lang anhaltenden Frost. Sie sollten in einem kalten Gewächshaus oder in einem hellen, ungeheizten Raum (Zitronenhaus) mit einer Temperatur zwischen 4°C und 10°C untergebracht werden. Wenn man sie bei trockener Hitze ins Haus holt, verlieren sie alle ihre Blätter.

Jahreskalender

  • Januar-Februar: Ruhe im kalten Gewächshaus, Kontrolle der Cochenille.
  • März-April: Eisengabe, Wiederbelebung.
  • Mai-Juni: Umtopfen (idealer Zeitraum), Blüte, Düngung.
  • Juli-August: Reichlich Wasser, Bekämpfung von Schmierläusen.
  • September-Oktober: Reifung der Früchte, Herbstdüngung.
  • November-Dezember: Schutz vor Kälte.

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Häufig gestellte Fragen zu Zitrusfrüchten

Sind die Früchte essbar?
Ja, absolut. Die Chinotto ist bitter (hervorragend kandiert), die Limequat ist sauer wie eine Limette, die Calamondino ist sauer und aromatisch, die Kinzu ist winzig und hat wenig Fruchtfleisch, ist aber essbar (wird oft mit der süßen Schale gegessen). Vermeiden Sie es, sie zu essen, wenn Sie die Pflanze gerade behandelt haben.

Warum rollen sich die Blätter ein?
Wenn Sie silbrige "Streifen" auf dem eingerollten Blatt sehen, handelt es sich um die Schlangenkopffliege. Schneiden Sie die betroffenen Blätter ab und behandeln Sie sie mit speziellen Produkten oder Neemöl.

Warum verliert sie im Winter ihre Blätter?
Das liegt oft am plötzlichen Wechsel der Temperatur oder des Lichts. Wenn Sie die Pflanze von draußen nach drinnen (warm und trocken) bringen, erleidet sie einen Schock. Suchen Sie sich einen kühlen, hellen Platz (Treppe, unbeheizte Veranda).

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