SESBANIA-BONSAI
Der Sesbania-Bonsai: Der Kolibri-Baum
Die Sesbania Punicea, poetisch auch als Kolibri-Baum (oder 'Rote Glyzinie') bekannt, ist ein Bonsai-Baum, der den Charme Südamerikas in sich trägt. Sein Spitzname kommt nicht von ungefähr: Seine orange-roten Blütenbüschel sind so reich an Nektar, dass sie diese Vögel in ihre Heimatgebiete locken. Er gehört zur Familie der Schmetterlingsblütler (Fabaceae) und ist für seine spektakuläre Blüte und die Schoten beliebt, die beim Trocknen wie Maracas im Wind klimpern (daher auch der andere Name Rasselbaum"). Es handelt sich um eine exotische, schnell wachsende und optisch auffällige Pflanze.
Herkunft & Arten
Die in Argentinien, Brasilien und Uruguay heimische Pflanze ist ein sommergrüner Strauch oder kleiner Baum (verliert im Winter seine Blätter). Sie hat elegante zusammengesetzte Blätter, die sich nachts teilweise schließen (Noctinia). Sie ist eine Pionierpflanze, die Wasser und Sonne liebt.
Exposition und Mikroklima
Sesbania liebt volle Sonne.
Je mehr Sonne sie bekommt, desto mehr Blüten bildet sie. Sie hat keine Angst vor sengender Sommerhitze. Im Gegenteil: Schatten hemmt die Blüte und schwächt die Vegetation. In windigen Gegenden tanzen die biegsamen Äste problemlos, aber achten Sie auf kleine pots Äste, die umkippen könnten.
Bewässerung
In der Natur wächst sie oft in der Nähe von Wasserläufen. In Töpfen trinkt sie daher viel.
Lassen Sie die Erde im Sommer nie zu lange völlig austrocknen: Gießen Sie reichlich und häufig. Wenn sie verdurstet, werden die Blätter gelb und fallen schnell ab. Im Winter, wenn die Pflanze kahl ist, reduzieren Sie die Wassergaben, indem Sie die Erde kaum feucht halten.
Wasserqualität
Sie ist eine robuste und tolerante Pflanze. Sie verträgt Leitungswasser ohne besondere Probleme, wobei nicht zu kalkhaltiges Wasser immer vorzuziehen ist, um eine Aufsalzung zu vermeiden.
Substrat
Benötigt einen feuchtigkeitsspeichernden, aber gut abfließenden Boden, um Fäulnis zu vermeiden.
- Empfohlene Mischung: 40% Akadama, 30% Bims und 30% Universal-Blumenerde oder Humus.
- Der organische Anteil ist höher als bei anderen Bonsaibäumen, um den hohen Wasserbedarf zu decken.
Umtopfen
Dies geschieht im Frühjahr (April), wenn die Temperaturen steigen.
Sesbania hat ein explosionsartiges Wurzelwachstum. Junge Exemplare sollten alle ein bis zwei Jahre umgetopft werden. Sie verträgt einen Wurzelschnitt gut, aber versuchen Sie immer, das Laub auszugleichen (wenn Sie viele Wurzeln schneiden, sollten Sie auch die Äste kürzen).
Düngung
Sie ist eine gefräßige Pflanze. Düngen Sie regelmäßig vom Frühjahr bis zum Sommer.
Verwenden Sie zur Förderung der Blüte und des kräftigen Wachstums einen hochwertigen organischen Volldünger. Erst während der Vollblüte aufhören zu düngen.
Blüte und Fruchtbildung
Sie blüht im späten Frühjahr/Sommer. Die roten Trauben sind das Highlight.
Danach folgen die Hülsenfrüchte mit 4 charakteristischen Flügeln, die die Samen enthalten.
Achtung: Wenn der Bonsai jung ist, entfernen Sie die Hülsen, sobald sie geblüht haben, um die Pflanze nicht zu ermüden. Wenn Sie das "Rasselgeräusch" hören wollen, lassen Sie nur ein paar von ihnen stehen.
Struktureller Rückschnitt
Dieser wird am Ende des Winters durchgeführt, indem man die langen Zweige des Vorjahres einkürzt.
Sesbania neigt zu unregelmäßigem und schnellem Wachstum: Sie müssen mit der Schere hart arbeiten, um eine kompakte Form und einen interessanten Stamm zu erhalten.
Pflegeschnitt
Schneiden Sie während der Wachstumsperiode alle zu langen Äste zurück.
Denken Sie daran, dass die Blüten an den neuen Trieben entstehen: Wenn Sie bis Juli kontinuierlich zurückschneiden, schneiden Sie zukünftige Blüten ab. Lassen Sie die Zweige im späten Frühjahr frei wachsen, wenn Sie Blüten haben möchten.
Beschneiden
Dieser Schnitt kann im Frühjahr an kräftigen Trieben vorgenommen werden, um das Laub zu verdichten, sollte aber frühzeitig beendet werden, wenn man rote Blüten haben möchte.
Binden und Kräuseln
Junge Zweige sind grün und biegsam und lassen sich leicht binden.
Sie verholzen jedoch schnell und werden steif. Bringen Sie den Draht im Frühjahr an und kontrollieren Sie ihn häufig, da die Rinde zart ist und das schnelle Wachstum zu einer raschen Verwurzelung führt.
Krankheiten und Schädlinge
- Blattläuse: Sie lieben Knospen und zarte Triebe.
- Weiße Fliege: Im Sommer manchmal unter den Blättern vorhanden, wenn die Belüftung gering ist.
Winter und Schutz
Keine Alpenpflanze.
Im Süden lebt sie im Freien. Im Norden verträgt sie kurze, leichte Fröste (-2°/-4°C), aber bei starker Kälte sollte sie in einem kalten Gewächshaus oder an einem geschützten Ort (z. B. einer unbeheizten Veranda) untergebracht werden. Sie fürchtet sich vor längerem Frost an den Wurzeln.
Jahreskalender
- Januar-Februar: Ruhezeit, trockener Rückschnitt.
- März-April: Umtopfen, Wiedererwachen.
- Mai-Juni: Düngen, reichlich gießen.
- Juli-August: Blütezeit, volle Sonne, reichlich Wasser.
- September-Oktober: Reifung der Schoten, Herbstdüngung.
- November-Dezember: Laubfall, Schutz.
Nützliche Produkte für diesen Bonsai
- Qualitäts-Universal-Blumenerde (um das Wasser zu halten)
- Biogold-Dünger (vollständige und ausgewogene Ernährung)
- Plastikuntersetzer (Nützlich für die Wasserreserve)
- Gekupferter Aluminiumdraht (Für die Formung der Zweige)
- Schrägschneider (für saubere Schnitte)
- Mehrzweckinsektizid (für den Schutz der Knospen)
Häufig gestellte Fragen zu Sesbania
Sind die Samen giftig?
Ja, bei Verschlucken sehr giftig. Alle Teile der Pflanze enthalten Saponine, aber die Samen in den Schoten sind besonders reich daran. Halten Sie die Pflanze von kleinen Kindern und Haustieren fern, die sie zerkauen könnten.
Warum schließen sich die Blätter am Abend?
Es handelt sich um ein natürliches Phänomen, die so genannte "nächtliche Bewegung", die für viele Hülsenfrüchte wie Albizia und Tamarinde typisch ist. Die Pflanze 'schläft', um Wärme und Feuchtigkeit zu speichern.
Kann ich sie die ganze Zeit im Haus halten?
Nein. Sie braucht direkte Sonne, um zu blühen und den Wechsel der Jahreszeiten (und die Kühle des Winters) zu spüren, um sich schlafen zu legen. Im Haus würde sie schlecht leben, sich drehen und nie blühen.
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