SIEUAN-PFEFFER-BONSAI
Der Sichuan-Pfeffer (Zanthoxylum) Bonsai: Der duftende Baum
Der Sichuan-Pfeffer oder Japanische Pfeffer(Zanthoxylum piperitum) ist ein Bonsaibaum, der den Geruchssinn noch vor dem Sehsinn erobert. Er gehört zur Familie der Rutaceae (dieselbe Familie wie die Zitrusfrüchte, nicht der schwarze Pfeffer!), und das erklärt, warum er so gut duftet: Man braucht nur über seine kleinen, glänzenden Blätter zu streichen, und schon riecht man ein intensives, frisches, würziges Aroma, das an Zitrone und Pfeffer erinnert. Der Baum ist wegen seiner leuchtend grünen, zusammengesetzten Blätter, seiner faltigen Rinde, die ihm ein altmodisches Aussehen verleiht, und seiner guten Anpassungsfähigkeit an das Leben im Topf sehr beliebt.
Herkunft & Arten
Der aus China und Japan stammende Baum ist in der Natur ein dorniger Strauch. Der Name Zanthoxylum stammt aus dem Griechischen und bedeutet 'gelbes Holz'. In der Küche ist er berühmt, weil seine Früchte zur Herstellung des Gewürzes 'Sichuan-Pfeffer' verwendet werden. Als Bonsai eignet er sich hervorragend, da er auf natürliche Weise seine Blätter verkleinert und dicht verzweigt.
Exposition und Mikroklima
Es ist eine vielseitige Pflanze, die als 'kaltes Gewächshaus' oder halbtropische Pflanze gilt.
Frühling/Sommer: Sollte draußen in voller Sonne oder im leichten Schatten stehen. Die Sonne regt die Produktion der ätherischen Öle an (daher der Duft) und hält die Internodien kurz.
Winter: In milden Gegenden (Süditalien) kann sie draußen unter einer Abdeckung bleiben. Im Norden sollte sie in einem kalten Gewächshaus geschützt werden oder in einem kühlen, sehr hellen Raum fern von Heizkörpern untergebracht werden.
Bewässerung
Der Paprika trinkt in der Vegetationsperiode viel, aber seine fleischigen Wurzeln haben Angst vor Fäulnis.
Gießen Sie reichlich, wenn der Boden an der Oberfläche trocken ist.
Die Luftfeuchtigkeit ist wichtig: Wenn Sie die Pflanze im Haus halten oder wenn es sehr heiß ist, besprühen Sie das Laub täglich. Wenn die Luft zu trocken ist, verliert sie ihre Blätter.
Wasserqualität
Wie andere Rutaceae (Zitrusfrüchte) bevorzugt sie Wasser, das nicht zu hart ist. Übermäßiger Kalkgehalt kann zu Chlorose (gelbe Blätter) führen. Verwenden Sie nach Möglichkeit dekantiertes Wasser oder Regenwasser.
Substrat
Benötigt einen Boden, der gut drainiert, aber frisch bleibt.
- Empfohlene Mischung: 50 % Akadama, 30 % Bimsstein und 20 % hochwertige Universal-Blumenerde.
- Akadama eignet sich hervorragend für diese Art, da es das Wachstum von Feinwurzeln fördert, die für eine dichte Belaubung unerlässlich sind.
Umtopfen
Das Umtopfen erfolgt im Frühjahr (April-Mai), alle 2-3 Jahre.
Die Wurzeln der Paprika haben einen intensiven Duft (gelb und aromatisch). Beim Umtopfen sollten Sie die Wurzeln gut entwirren, aber nicht zu aggressiv schneiden: Entfernen Sie etwa ein Drittel der alten, groben Wurzeln, um die Kapillarwurzeln zu stimulieren.
Düngen
Düngen Sie regelmäßig vom Frühjahr bis zum Herbst.
Verwenden Sie im Frühjahr einen ausgewogenen Dünger, um das Wachstum zu fördern. Im Herbst bevorzugen Sie einen organischen Langzeitdünger mit hohem Kaliumgehalt, um die Pflanze auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten.
Blüte und Fruchtbildung
Im Frühjahr bildet sie kleine, unscheinbare gelb/grünliche Blüten.
Wenn sie bestäubt werden, verwandeln sie sich im Herbst in kleine rötliche Beeren, die sich öffnen und einen glänzenden schwarzen Samen enthüllen. Sie sind sehr dekorativ und aromatisch (das eigentliche Gewürz!).
Strukturschnitt
Der Erziehungsschnitt wird am Ende des Winters durchgeführt. Vorsicht: Die Pflanze hat Dornen!
Das Holz ist recht weich. Verwenden Sie bei mittleren und großen Schnitten immer Wundspachtel, da Zanthoxylum dazu neigt, Saft zu ziehen, wenn die Wunde offen bleibt.
Pflegeschnitt
Während der Wachstumsperiode wächst die Pflanze kräftig. Kürzen Sie die Zweige, die aus der Silhouette herausragen, um ein ordentliches Aussehen zu erhalten. Schneiden Sie immer kurz über einem zusammengesetzten Blatt.
Beschneiden
Um die Stangen zu verdichten, schneidet man die neuen Triebe, wenn sie 4-5 Blätter gebildet haben, auf 2 ein, um die Achselknospen zur Bildung neuer Zweige anzuregen.
Anbinden und Biegen
Junge Zweige sind biegsam und lassen sich leicht binden, aber Vorsicht: Sie verholzen und versteifen sehr schnell (innerhalb weniger Wochen im Sommer).
Kontrollieren Sie den Draht häufig, denn die Rinde ist empfindlich und bekommt schnell Risse. Achten Sie beim Aufwickeln des Drahtes auf die Dornen!
Krankheiten und Schädlinge
- Blattläuse: Sie befallen im Frühjahr die zarten Triebe.
- Rote Spinnmilbe: Sehr häufig bei Innenhaltung oder in trockenen Räumen. Die Blätter werden blass und fallen ab.
- Schmierläuse: Verstecken sich auf den Zweigen.
Winter und Schutz
Fürchtet strengen Frost. Wenn Sie im Norden leben, schützen Sie den Bonsai in einem kalten Gewächshaus (ideale Temperatur zwischen 5°C und 10°C) oder in einem ungeheizten, aber hellen Raum (Treppe, Veranda). Wenn der Bonsai im Winter durch die Kälte seine Blätter verliert, ist das kein Problem: Er treibt im Frühjahr wieder aus.
Jahreskalender
- Januar-Februar: Ruhezeit, Schädlingsbekämpfung (Cochenille).
- März-April: Umtopfen, Beginn der Düngung.
- Mai-Juni: Beschneiden, Auspflanzen ins Freie.
- Juli-August: Häufiges Gießen, Besprühen.
- September-Oktober: Beerenernte (falls vorhanden), Herbstdüngung.
- November-Dezember: Schutz vor Kälte.
Nützliche Produkte für diesen Bonsai
- Akadama (Basissubstrat für Paprika)
- Ausgewogene Düngemittel (für ein konstantes Wachstum)
- Nebelsprühgerät (für die Feuchtigkeit unerlässlich)
- Gekupferter Aluminiumdraht (für die Formung der Zweige)
- Heilkitt (Schutz von Schnittwunden)
- Akarizid (Gegen die Rote Spinnmilbe)
Häufig gestellte Fragen zum Sichuan-Pfeffer
Warum heißt er 'Pfeffer', wenn er kein Pfeffer ist?
Weil die getrockneten Früchte einen würzigen, aromatischen Geschmack haben und in Asien als Gewürz verwendet werden. Botanisch gesehen hat er jedoch nichts mit Piper nigrum (schwarze Pfefferkörner) zu tun, sondern ist mit Zitronen und Orangen verwandt.
Ist sie eine Innen- oder Außenpflanze?
Sie liegt irgendwo dazwischen. Im Süden ist sie im Freien. Im Norden ist sie im Sommer draußen und im Winter drinnen (kühl). Sie verträgt die trockene, heiße Luft in unseren Wohnungen im Winter nicht, daher sollte sie von Heizkörpern ferngehalten werden.
Warum vergilben die Blätter und fallen ab?
Wenn dies im Winter geschieht, kann es sich um einen natürlichen Austausch oder um Kälte handeln. Passiert es im Sommer, ist oft die Rote Spinnmilbe schuld (achten Sie auf kleine Spinnweben unter den Blättern) oder Wassermangel.
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